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- LSK/LV (5. LwDiv) -

 
 
- Vereinigte Hauptzentrale 14 ( VHZ-14)
 
 
 
         
  „ Die Luko Wünsdorf als Teil des Flugsicherungssektor G wurde ab 1991 Teil der 5. LwDiv. Daher hier nachfolgend einige Zeilen zur Entstehung der VHZ-14 der LSK/LV- die als Basis für die Aufstellung der Luko Wünsdorf diente.

Die Vereinigte Hauptzentrale 14 ( VHZ-14) war ein 1974 gebildetes Arbeitsorgan des Stabes der Luftstreitkräfte der GSSD/WGT und des Kommando LSK/LV NVA zur Klärung von Verfahren der Flugsicherung im Luftraum der DDR- ARBEIT als Flugkoordinationszentrale..

Aufgaben waren: die unmittelbare Planung, Vorbereitung , Koordinierung von Flügen im Luftraum der DDR.
Die VHZ-14 war in die russische GSSD Sektion und die LSK/LV NVA Sektion gegliedert. Für die russ. Sektion bestanden KEINE Einschränkungen für Zuständigkeiten. Denn ALLE Verantwortlichkeiten für ALLE Fragen der Flugkoordination im DDR Luftraum lagen AUSSCHLIEßLICH beim Hauptgefechtsstand (HGS) der GSSD Wünsdorf. Damit vollzog der HGS GSSD auch die Leitung aller Flüge der GSSD.

Der ZGS LSK/LV war NUR für Luftfahrzeuge der NVA, GST und Zivilluftfahrt DDR zuständig und damit auch diese Einschränkung für die DDR Sektion in der VHZ-14.

Diese Trennung war begründet in der alleinigen Zuständigkeit des Oberkommandierenden der GSSD dür den Luftraum der DDR und das DHS der Luftverteidigung in der DDR. Der Chef Luftstreitkräfte GSSD war Alleinherrscher über die Flüge im Luftraum der DDR.

Trotz dieser Verantwortungs-u. Entscheidungsbündelung auf russischer Seite war vor 1974 das Flugregime im Luftraum eher katastrophal, da jeder GSSD Kommandeur seine Flüge selbst festlegte und somit eine gefährliche und unkoordinierte Nutzung des Luftraumes erfolgte.
Mit Bildung der VHZ-14 kam es auch zu einer Entlastung für den ZGS LSK/LV, da für deren Personal der Aufwand an Koordination entfiel.


Auf Grund der Verantwortlichkeit und Entscheidungsgebung bei der GSSD für den DDR Luftraum, wurde die VHZ-14 in Wünsdorf im Stab der 16. Luftarmee angesiedelt.
Die VHZ-14 wurde mit diversen Nachrichtenverbindungen ausgestattet. Zur Sicherstellung der Nachrichtenverbindungen im Bereich LSK/LV waren je 1 Primärgruppe 12 Kanäle von der VHZ-14 Wünsdorf zum Kdo LSK/LV Eggersdorf und zum ZGS LSK/LV Fürstenwalde entfaltet.

Hinsichtlich benötiger Nachrichtenverbindungen des Kdo LSK/LV und ZGS LSK/LV zum GS LV GSSD/ GS LSK GSSD wurden die nachrichtentechnischen Aufgaben der VHZ-14 erweitert, in dem von dort die Nachrichtenverbindungen zu den Gefechtsständen der GSSD/WGT im russischen Nachrichtennetz weiter geschalten wurden. Damit fungierte die VHZ-14 auch als Transit- Nachrichtenzentrale für diese Nachrichtenverbindungen.

In der zweiten Hälfte der 80ger Jahre erfolgte dann auch die Anbindung der VHZ-14 an die Richtfunkachse der LSK/LV mittels Richtfunksysteme FM 24/400.

Dazu würden genutzt Richtfunkstrecken
RFB-3 über RFN Stülpe nach Wünsdorf bzw. Eggersdorf Üst 2 über Berlin Müggelberge nach Wünsdorf.

Für die VHZ-14 war eine Außenstelle mit der Bezeichnung Teile VHZ-14 in Dresden eingericht.

Daten:
Postach: 14495
Tarnname: Kassator ( davor Apfelschimmel)
Teile VHZ-14 Dresden/ Meißen: Kassator 70 ( Fe/ Fs über TS-24)
Amt: Wünsdorf 2582 Vermittlung
Wünsdorf 2846 FB ( später Leiter Luko)
S1-Fernsprech: 2734-831p oder 53858-11
S1- Fernschreib: 539-676 und 677


Da der Flugsicherungssektor G des Fm-Rgt. 81 erst zum 01.10.1991 aufzustellen war, arbeitete die VHZ-14 auf Grund der notwendigen Luftraum-Koordinierungen mit den russischen Truppen bereits an dem 03.10.90 quasi als COMIL Ost weiter.
Für die russischen Streitkräfte war dies jedoch eine eklatante Umstellung. Denn in der DDR bestimmten sie das Flugregime. Ab dem 03.10.90 mussten sie jedoch die Lufthoheit der BRD als eigenständige nationale Frage vollauf respektieren.
Infolge der Truppenreduzierungen auf russischer Seite verringerte sich jedoch auch deren Bedarf an Flugstunden. Flogen die russ. Flugzeuge Anfangs noch inm gesamten Gebiet der NBL, so wurde ab 1992 nur noch im Nordraum ( nördl. Berlins) genutzt.